Zum "International Symposium on the Urban Ecology of Birds and Mammals in Europe, 11. bis 12. November 2000"

Die Zeiten sind vorbei, wo man Wildtiere nur in menschenfernen Naturschutzgebieten beobachten konnte. Immer mehr Arten zieht es in die Städte, darunter nicht nur „Automarder“ oder Straßentauben. Mittlerweile tummeln sich in Stadtparks und Hinterhöfen auch Wildschweine, Füchse und Waschbären; aber auch bedrohte Arten wie Wanderfalken oder Uhus finden heutzutage in der City ein besseres Auskommen als in ihren natürlichen Lebensräumen. „Metropolen wie Berlin zählen heute sogar zu echten Naturschutzinseln, da man hier bereits mehr Pflanzen- und Tierarten vorfindet, als im außerstädtischen Umland“, sagt der Vorsitzende der GWN Dr. Uwe Andreas aus Buxtehude.

Zusammen mit dem Göttinger Biologen Dr. Ulf Hohmann lädt Andreas am 11. und 12. November zu einem erstmalig europaweiten Treffen von Stadttierforschern auf Schloss Nienover bei Uslar, einer Außenstelle der Universität Göttingen. Mit dieser Veranstaltung empfiehlt sich die GWN erneut als eine der führenden Institutionen in diesem Forschungsbereich.

Die sog. „Urbanisierung“ von Säugern und Vögeln wird im Rahmen von 24 Fachvorträgen aus 10 Nationen unter die Lupe genommen. Darunter Beiträge über Habichte in Hamburg, Rauchschwalben in Autoparkhäusern Spaniens, verwilderten Katzen in der Römischen Altstadt oder Erdhörnchen in Wiener Stadtparks. Die Veranstaltung stößt auch bei Kommunalverwaltungen auf großes Interesse, wo die vierbeinigen oder geflügelten Stadtstreicher nicht nur als Bereicherung der Umwelt angesehen werden. „Wildtiere können auch Krankheiten übertragen und die zoologische Stadtforschung steckt diesbezüglich bei uns noch in den Kinderschuhen“, sagt Hohmann.

Zu der Veranstaltung mit dem Titel „Symposium on the Urban Ecology of Birds and Mammals in Europe“ sind alle Interessierten herzlich eingeladen, allerdings ist zu beachten, dass aufgrund des internationalen Publikums alle Vorträge in englischer Sprache gehalten werden.

Nähere Infos sind im Internet abrufbar unter www.gwn.de (Link „Tagungen“).